Westliche Medien üben subtile Verzerrung der Fakten in Israel

Dass westliche Medien, allen voran Deutschlandfunk und Süddeutsche, die Fakten in Israel zugunsten der islamistischen Hamas und der Fatah verzerren, ist an der Tagesordnung. Beispiele, die diese Beobachtung bestätigen, liefern die Reaktionen auf das jüngste Attentat in der Jerusalemer Synagoge Kehilat Bnei Torah. Vier Menschen, darunter drei amerikanische Staatsbürger, waren bei dem Angriff zweier palästinensischer Terroristen getötet worden, ein weiteres Opfer erlag seinen Verletzungen.

Der Guardian änderte den Titel einer Reuters-Meldung – ursprünglicher Wortlaut: „Palästinenser töten beim Überfall auf Jerusalemer Synagoge vier Menschen“ – zu: „Vier Gläubige bei Angriff auf Jerusalemer Synagoge getötet“. Beide Publikationen erschienen, bevor das fünfte Opfer, ein Polizist der Volksgruppe der Drusen, starb. Auch aus dem Text der Reuters-Meldung entfernte der Guardian jeden Hinweis darauf, dass die Täter Palästinenser waren. Die gleiche Methode, die Täter zu verheimlichen, wendete die New York Times an, deren Schlagzeile lautete: “Vier Menschen im Bereich einer Jerusalemer Synagoge getötet”.

Die kanadische CBC blendete sogar das Attentat aus der Meldung aus und warf Zweifel auf ihren Wahrheitsgehalt. In einer Nachricht dort hieß es: „Jerusalemer Polizei erschießt zwei Personen offenbar nach Synagogenattacke“. Die Formulierung deutet auch an, dass die israelische Polizei gehandelt habe, ohne die Sachlage zu überprüfen. Einen merkwürdigen Lapsus leistete sich die CNN mit ihrer Nachricht „Tödlicher Überfall auf Jerusalemer Moschee“. Solche „Versprecher“ deuten darauf hin, dass Meldungen aus Israel inzwischen automatisch und möglicherweise den Autoren unbewusst bei der Wiedergabe den Filter des palästinensischen Narrativs durchlaufen, argumentiert Eric Rozeman von der amerikanischen Medienwatch-Organisation CAMERA (Committee for Accuracy in Middle East Reporting, zitiert nach Jewish News Service JNS.org).*

Die subtile Verzerrung der Fakten in Israel macht seit einiger Zeit Schule. Als im Oktober ein Palästinenser mit seinem Fahrzeug einen Anschlag auf Fußgänger verübte (und das ist keineswegs ein Einzelfall) und von der Polizei erschossen wurde, meldete Associated Press: „Israelische Polizei erschießt Mann in Ostjerusalem“, ohne jeden Hinweis auf die terroristische Tat, die dem Verhalten der Polizei zugrunde lag. Die fälschliche Lokalisierung der Synagoge in Ostjerusalem vermittelt zudem den Eindruck eines Übergriffes der Sicherheitskräfte im muslimischen Teil Jerusalems. Später änderte AP die Schlagzeile. Weitere Beispiele finden sich in den CAMERA-Schnappschüssen, siehe *http://blog.camera.org/.

Masked Palestinians hold axes and a gun as they celebrate with others an attack on a Jerusalem synagogue, in Rafah in the southern Gaza Strip

 

 

 

Palästinenser feierten den Mord in der Synagoge ausgelassen. Auf dem Poster im Hintergrund die Fotos der Täter, Uday und Rassan Abu Jamal.

Palestinian woman scatters sweets as she celebrates with others an attack on a Jerusalem synagogue, in Rafah in the southern Gaza Strip

 

 

About Thomas Gatter

writer, researcher, archivist, artist, activist, Jew living and working at Bremen, Nienburg, Playa del Inglés, Ruidoso, Lanciano www.thomasgatter.eu View all posts by Thomas Gatter

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