Despite Corona we remember: 75 years ago today, Buchenwald and Mittelbau-Dora were liberated.

On April 11, 1945, the Buchenwald concentration camp and the Mittelbau-Dora forced labor camp were liberated by prisoners and U.S. soldiers. Nearly 80 000 people had been murdered in these two Nazi death facilities  by means of torture, forced starvation and pseudo-medical experiments. Soviet prisoners of war were shot. The concentration camp was located in the immediate vicinity of the “Dichter- und Denkerstadt” Weimar. Buchenwald remains a symbol of the Nazi reign of terror brought forth by the nation of Goethe and Schiller. But Buchenwald is also remembered for the prisoners’ resistance, both secret and open, against the SS.

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11 April 1945, armed prisoners arresting SS men in the vicinity of the liberated camp. (Buchenwald and Mittelbau-Dora Memorials Foundation)


Exhibition at Nienburg, North Germany, City Hall on 26 January: The Yellow Star

Der gelbe Stern


Remember the liberation of Auschwitz

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Remembrance at Nienburg, North Germany

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CNN-Umfrage bestätigt Besorgnis über Antisemitismus in Europa

Eine vom amerikanischen Sender CNN in Auftrag gegebene Untersuchung in 7 Ländern gibt Aufschluss über die Verbreitung von Antisemitismus in Europa, mit erschreckenden Ergebnissen (September 2018, abgerufen von http://www.comresglobal.com/polls/cnn-anti-semitism-in-europe-poll-2018/). Demnach ist mehr als ein Viertel der Befragten der Meinung, dass Juden zu viel Einfluss haben, insbesondere in der Wirtschaft und Finanzwelt. Ebenfalls fast 25 % halten einen jüdischen Einfluss im Falle von Krisen und militärischen Auseinandersetzungen weltweit für entscheidend. Jeder fünfte Befragte ist der Meinung, der Einfluss von Juden auf die Medien und auf die Politik sei zu stark.

Von insgesamt 7 092 erwachsenen Befragten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Polen, Ungarn und Schweden halten 18 % die Juden für selbst schuld an ihrem schlechten Ruf: der Antisemitismus in ihren Ländern sei eine Reaktion auf ihr alltägliches Verhalten. Für 28 % ist der starke Antisemitismus in ihren Ländern eine Reaktion auf die Politik Israels. Da daraus zu folgern ist, dass der heutige Antisemitismus in den Ländern der Umfrage weitgehend von der Erfahrung des Holocaust abgekoppelt wird (den Staat Israel gibt es bekanntlich erst seit 1948), kann es kaum überraschen, dass 34 % der Befragten angeben, sie wüssten wenig oder gar nichts über den Holocaust. In Frankreich sind es sogar ein Fünftel, die zu Protokoll geben, noch nie vom Holocaust gehört zu haben. Andererseits vertritt ein Drittel der Befragten die Ansicht, Israel nutze die Shoah, um seine Politik zu legitimieren. Da kann es wenig beruhigen, dass 54 % Israel als jüdischem Staat dennoch ein Existenzrecht einräumen.

 

Dem mangelnden Wissensstand der Europäer über die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland entsprechen die Vorstellungen, die über die Bevölkerungszahl der Juden in der Welt verbreitet sind. Jeder siebte Proband äußert die Meinung, mehr als 20 % der Weltbevölkerung seien Juden. In Wirklichkeit sind es nach Schätzungen von Demografen maximal 0,3 %. Fast die Hälfte der Befragten glaubten, in ihrem jeweiligen Heimatland läge der jüdische Anteil zwischen 3 und 10 %. In Wirklichkeit haben alle Länder der Welt außer Israel jüdische Bevölkerungsanteile unter 2 %.

 

1939 bekannten sich weltweit 16,6 Millionen Menschen zum Judentum, etwa 9, 5 Millionen davon lebten in Europa. 1945 hatten Weltkrieg und Holocaust die jüdische Bevölkerung Europas auf 3,8 Millionen dezimiert. 1960 waren es noch 3,2 Millionen, 1991 2 Millionen (Sergio della Pergola, Universität Jerusalem). 2010 lebten nach Angaben des amerikanischen Pew Research Center nur noch ca. 1,5 Million Juden in Europa, mit weiter sinkender Tendenz. Das wäre bei rund 800 Millionen Europäern ein Bevölkerungsanteil von etwa 0,175 %.

 

Die Ergebnisse der CNN-Studie wirken wie ein aufschlussreiches Echo auf die Umfrage der Agentur der EU für Grundrechte aus dem Jahr 2013, in der 5 800 Juden über 16 Jahren in denjenigen europäischen Ländern befragt wurden, die zusammengenommen 90 % der europäischen Juden beheimaten und zu denen auch die jetzt beteiligten Länder gehören. Schon damals sahen 66 % der Juden selbst im Antisemitismus ein großes Problem ihrer Lebenswirklichkeit. 76 % befanden, dass der Antisemitismus in Europa anwachse. Fast 40 Prozent der europäischen Juden gaben an, dass sie immer oder häufig fürchteten, sich offen als jüdisch zu erkennen zu geben, darunter 60 % in Schweden, 51 % in Frankreich und 45 % in Belgien. In Deutschland waren 2013 die Juden sogar der Meinung, das Problem des Antisemitismus sei größer als Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsentwicklung. Von den deutschen Juden berichteten 2013 überdurchschnittlich viele über antisemitische Beleidigungen oder Belästigungen im davor liegenden Jahr; in allen Ländern zusammen waren das auch schon 21 %. 25 % der Befragten mieden jüdische Veranstaltungen einschließlich der Gottesdienste, weil sie sich dort bzw. auf dem Weg dorthin nicht sicher fühlten. 2 % der Befragten seien im Zeitraum 2012-2013 Opfer gewaltsamer Angriffe gewesen.

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Foto: Olevy [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, from Wikimedia Commons, 2014

Das schon erwähnte Pew Research Center schätzte 2012, dass Juden weltweit, gemessen an ihrer Bevölkerungszahl, das höchste Niveau an grenzüberschreitender Migration erreichten. Dies dürfte dann wohl vor allem auf den zu beobachtenden Exodus aus Europa zurückzuführen sein. Allein 2,7 Millionen europäischer Juden waren bis 2012 nach Israel ausgewandert, 370 000 in die USA, 140 000 nach Kanada. Die deutschen Jubelrufe über junge Israelis, die sich für Berlin als Wohnort entscheiden, werden angesichts solcher Zahlen wohl etwas zu relativieren sein.


100 Jahre Frauenwahlrecht 19. Januar 1919 – 19. Januar 2019

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Obama releases Chelsea, but takes Holocaust Memorial Council prisoner

While reports come in praising outgoing President Barack Obama for shortening Chelsea Manning’s stay in the abominable US Military Disciplinary Barracks at Fort Leavenworth, the first black man in the White House apparently wants to touch off his deplorable anti-Israel stance with a final blow, this time against one of the most important institutions of global shoah remembrance, the US Holocaust Memorial Museum and Council. His appointment of Ben Rhodes, until now Obama’s national security adviser for strategic communications, to serve on the Council can be interpreted as an attempt to take the institution prisoner beyond 20 January, the date for Donald Trump’s inauguration.

The US Holocaust Memorial Council is a body of 68 members. 55 of them are a appointed by the President of the USA. The Council meets twice a year, and its members have a tenure of five years.

Rhodes is a notorious chum of Holocaust-denying Iran. He championed the dreadful Iran nuclear deal and has always been highly critical of Israel’s struggle for her continued existence in spite of the many threats to territorial integrity the only Jewish state on earth faces. Only a few days ago, Rhodes was caught making false claims of Israel “constructing tens of thousands of new settlements” on the West Bank, in an interview taken by Public Broadcasting Service journalist Judith Woodruff.

 

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Ben Rhodes at a White House staffer, february, 2013, newly published by flickr, 2016. Via Wikipedia.

Later, Ron Dermer, Israel’s Ambassador to the US, characterised Rhodes as an “expert of fiction” for denying the US active role in bringing about the anti-Israel Security Council resolution of December. At previous times, Rhodes openly admitted having fabricated media processes involving reporters coming forward with “news” that supported some of the positions Rhodes had voiced.

Ben Rhodes is said to have a Jewish mother. “The only interest in the Holocaust I’ve seen from @rhodes44 is his effort to help create another one” journalist Lori LowenthalMarcus commented on his new appointment

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