Zukunft für die Roma!

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Die Organisation ” Zukunft der Roma” appelliert an alle Roma- und nicht Roma-Organisationen, an alle deutschen unterstützenden  Organisationen sowie alle solidarischen Menschen in Deutschland zur Mithilfe beim gemeinsamen Widerstand gegen die inhumane Deportation der Roma in die so genannten sicheren Herkunftsländer, um diese Praxis zu verhindern. Die geplanten Transitzonen sind nichts als “weiche” KZs. Die meisten Roma-Familien, die dort vor ihrer Deportation inhaftiert werden sollen, sind die gleichen Familien, deren ältere Generationen in den NS-Lagern verschleppt und durch Zwangsarbeit oder nackte Gewalt ermordet wurden.
In den so genannten sicheren Herkunftsländern wird ihnen jegliche Zukunftsperspektive verweigert.

Ich appelliere an alle Roma- und Sinti-Organisationen, sich den Protestaktionen  und Gedenkveranstaltungen am 9.11. 2015 anzuschließen und damit zu zeigen, dass Roma keine Menschen zweiter Klasse sind wie zu Zeiten des NS Regimes. Erklärt euch solidarisch mit den Roma, die am kommenden Montag in Düsseldorf auf die Straße gehen, unabhängig von Interessen und Glaubensrichtung. Die Roma sind eine weltweite Minderheit, deren Kultur und Traditionen zu den ältesten der Welt gehören. Roma und Sinti sind keine Menschen zweiter Klasse, die beschimpft werden dürfen. Sinti, wacht endlich auf und zeigt eure Solidarität und euren Stolz für eine gemeinsame Zukunft auch in Deutschland.

Der Verband “Zukunft der Roma” veranstaltet am 9. 11. 2015 eine Demonstration in Düsseldorf mit Umzug zum Johannes Rauh Platz. (Nähe Landtag – bitte die Bannmeile beachten!). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich ab 15 Uhr am Hauptbahnhof. Flüchtlinge jeglicher Herkunft, die den Kampf um Zukunft unterstützen wollen, sind ebenfalls eingeladen. Der Demonstrationszug wird an dem Düsseldorfer Trauerort für die namenlosen und grablosen Opfer von Flucht weltweit Halt machen. Als symbolischen Akt werden die Roma dort die braunen Winkel niederlegen, mit denen Roma in der NS Zeit gekennzeichnet wurden: ein Akt der Trauer um die Toten, aber auch ein Akt der Befreiung von der Unterdrückung der Stigmatisierung. Rom heißt Mensch. Roma sind keine “Wirtschaftsflüchtlinge”! Wir sind alle Menschen – wir sind alle Roma!

Der Ministerpräsidentin und weiteren Politikern von Regierung und Parlament sollen Briefe mit den Forderungen der Roma übergeben werden. Sie enthalten die Forderung auf  ein Recht auf eine Bleibe und einen Winter ohne Elend und Not. Den Abschluss der Kundgebung bildet eine Lichterkette! Die Roma wollen an diesem denkwürdigen Tag der deutschen Geschichte in Düsseldorf ihren Widerstand gegen die ungerechte Behandlung mit dem Gedenken an die Schrecken des Porajmos (des “Verschlingens”) verbinden, des Genozids an Roma im “dritten Reich”. Sie wollen mit aller Kraft und ohne Angst gegen die Fortsetzung der Vergangenheit und das Ende der Zukunft für die kulturelle Gemeinschaft der Roma protestieren.

Erinnern verpflichtet zum Handeln. Erinnern verpflichtet zum Widerstand. Die Traumatisierung ist noch lange nicht überwunden. Roma werden stigmatisiert und pauschal kriminalisiert, zu Sozialschmarotzern degradiert und wieder in Lager gebracht und deportiert an Orte, die keine Heimat sind. Auf Roma wartet in den Balkanländern tödlicher Hass, Rassismus und Elend.

Alle Menschen sind dazu aufgerufen, dagegen aufzustehen, mutig Gesicht zu zeigen für die Rechte der Roma wie aller Geflüchteten: für das Recht auf Leben! Christen sollten an den Satz ihres Gottes denken: “Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan”. Es geht um die Würde jedes einzelnen von uns. Unser aller Würde ist die Würde der anderen, die wir respektieren, achten und schützen.

ORGANIZACIJA Zukunft der ROMA APELUJE NA SVE LJUDE KOJI SU ROMSKE NACIONALNOSTI DA DODJU I DOGOVORIMO SE OKO DEMONSTRACIJE KOJA CE SE ODRZATI 09.11.2015 U DUSSELDORFU…..CILJ NASEG IZLASKA JE TAJ DA STOPIRAMO EVAKUACIJU U TAKOZVANE PROGLASENE SIGURNE ZEMLJE….NASA SIGURNA ZEMLJA JE TA U KOJOJ BIRAMO DA ZIVIMO I U KOJOJ IMAMO MOGUCNOST DA RADIMO I SKOLUJEMO DECU……SAD SMO NI NA NEBU NI NA ZEMLJI JER STRAH KOJI SMO IMALI SVIH OVIH GODINA JE DOSAO DO KRAJNJE GRANICE LJUDSKE IZDRZLJIVOSTI…..DEPORTUJU NAS NAROD BEZ IKAKVOG OBAVESTENJA U MATICNE ZEMLJE IZ KOJIH DOLAZE ZNAJUCI DA IH TIME OSAKACUJU ZA PRAVO KOJE KAO I SVAKI DRUGI COVEK IMA ….. S POSTOVANJEM : ORGANIZACIJA ZUKUNFT der ROMA INFO U VEZI SKUPA : DIJANA :015 780 86 36 25 ORKAN: 0157 58337208 I U GRUPI Zukunft der ROMA

 

 


Musik auf dem Weg vom Schatten ins Licht

Im Nienburger Rathaus geht derzeit die Kunstausstellung Befreiung zu Ende. 49 niedersächsische Künstlerinnen stellen in der Wanderausstellung unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil mehr als 100 Arbeiten zum Thema Befreiung vor. Die Landesgruppe des Künstlerinnen-Netzwerkes GEDOK hatte das Ausstellungskonzept aus Anlass des 70jährigen Gedenkens an die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen entwickelt. Der Landesverband jüdischer Gemeinden in Niedersachsen unterstützte das Projekt. Auf Initiative des Arbeitskreises Gedenken war Nienburg als dritter Ausstellungsort gewählt worden.

Die Kunstschau klingt in Nienburg am Montag, 7. 9. 2015, mit einem Konzert im Forum des Marion-Dönhoff-Gymnasiums aus. Es trägt den Titel „Musik auf dem Weg vom Schatten zum Licht“. Dabei wird der musikalische Bogen weit gespannt: von Franz Liszt über Paul Hindemith bis zu John Williams. Auch Musik jüdischer Komponisten wird zu hören sein, unter anderem von Felicitas Kukuck und Kurt Weill.

Ausführende des Konzertes sind drei Musikerinnen, die wie die Künstlerinnen der Ausstellung ebenfalls der GEDOK Niedersachsen/Hannover angehören: Nicola Heise (Sopran, Klavier), Ursula Daues (Alt, Klavier) und Sabine Bleier (Flöte).  Die Interpretinnen sind in Nienburg keine Unbekannten. Ursula Daues unterrichtet seit 1994 an der Musikschule Nienburg und leitet seit 2003 den Musicalchor „Just for fun“. 2001 gründete sie zusammen mit der Sopranistin Nicola Heise das „Duo klavoice“, in dem beide ihre pianistische als auch ihre sängerische Erfahrung mit Leidenschaft einbringen. Dritte im Bunde ist Sabine Bleier, die seit 1987 in der NDR-Radiophilharmonie als Piccoloflötistin spielt und außerdem 1. Flötistin der Kammersymphonie Hannover ist.

Die Musikerinnen begleiten die Ausstellung Befreiung mit einem textlich anspruchsvoll moderierten Programm voll musikalischer Ausstrahlung und thematischer Tiefe. Neben Meisterwerken von der Spätromantik bis zur Moderne enthält es ein eigens für diese Aufführung komponiertes Stück von Ursula Daues. Das Konzert im Forum des MDG beginnt am Montag, 7. 9. 2015, um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei (Spenden willkommen).

Ursula Daues, Sabine Bleier, Nicola Heise

 

Ursula Daues, Sabine Bleier, Nicola Heise (v. l. n. r.)


Bremen remembers Ohamakari

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Niedersächsische Künstlerinnen erinnern an die Befreiung vonBergen-Belsen

 

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Arbeitskreis Gedenken zeigt ab 14. August Wanderausstellung der  GEDOK in Kooperation mit dem Landesverband Jüdischer Gemeinden

 

 

Alle Menschen werden Schwestern! Unwillkürlich drängt sich beim Gang durch die Ausstellung „Befreiung“ die von Luise Pusch abgewandelte Schlüsselzeile aus Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ ins Bewusstsein. Denn rund 50 Künstlerinnen aus Niedersachsen haben sich hier in großer Eindringlichkeit eines Wertbegriffes angenommen, der als Wunschvorstellung wie als realisierbare Utopie Frauen und Männer gleichermaßen beseelt: der Freiheit und der möglichen Wege, sie zu erlangen.

Dabei war es ein konkreter historischer Anlass, der die GEDOK Niedersachsen/Hannover, das Netzwerk niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler, bewogen hat, gerade dieses Thema auf die künstlerische Agenda zu setzen. Vor siebzig Jahren, im April 1945, wurde das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit. Aber von einer Geschichte, die nur als eine Art Museum der Zeit betrachtet wird und keinerlei Bezug zum realen Leben hat, werden Menschen weder lernen, noch an ihr reifen können. Das jedenfalls ist die Auffassung der Organisatorinnen der Ausstellung, die dafür die Unterstützung des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen gewonnen haben. Auch zahlreiche jüdische Künstlerinnen befinden sich unter den Ausstellenden.

Die Schöpferinnen der gezeigten Werke sind nicht bei der erdrückenden Thematik des Holocaust und dem Leid der Opfer stehen geblieben. Im Gegenteil dazu geht es in den meisten Werken um etwas völlig Anderes. „Mit dem Begriff Befreiung“, heißt es in einem Ausstellungstext, „verbinden wir Gedanken wie Hoffnung, Überleben und vor allem Neubeginn von etwas Schönem in einer Gesellschaft, die Vielfalt als Bereicherung begrüßt, zulässt und lebt.“ Dieser Einstellung künstlerischen Ausdruck zu geben, ist die Themenstellung der Werkschau. Die so entstandenen Kunstwerke machen Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Hilfsbereitschaft, Fürsorge und weiblichen Mut zur Veränderung nicht nur als ideelle Werte, sondern als gesellschaftliche und persönliche Ziele erlebbar. Gleichzeitig zeigen sie die schier unglaubliche Kreativität und Schaffenskraft der zeitgenössischen Kunst in Niedersachsen.

Die Wanderausstellung bezieht im Gedenkjahr 2015 sechs Ausstellungsorte ein, neben dem Rathaus Nienburg die Städtische Galerie Kubus in Hannover, die Kloster Willebadessen und Mariensee, das Theater Lüneburg und die Marktkirche Hannover. Der Arbeitskreis Gedenken hatte sich schon frühzeitig entschieden, das Angebot der GEDOK-Vorsitzenden Heralde Schmitt-Ulms anzunehmen, die Präsentation auch in Nienburg zu zeigen. Die Ausstellung steht an allen Standorten unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil. Nienburg ist der dritte Ort der Präsentation.

Die Ausstellung wird am 14. August 2015 um 17 Uhr im Vestibül des Nienburger Rathauses eröffnet und kann bis zum 7. September 2015 zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. An den Wochenenden 15./16. August und 5./6. September bietet der Arbeitskreis Gedenken für Gruppen zusätzliche Ausstellungsbesuche am Wochenende nach Terminabsprache an (Tel. 0151 1728 7826). Zur Finissage am 7. August findet ein Abschlusskonzert im Forum des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums statt, Beginn 20 Uhr, Eintritt ist frei.

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Bremen remembers the Battle of Ohamakari

Das Gedenken an die Opfer der Schlacht von Ohamakari (Waterberg) am 11. August 1904 und des Völkermords an den Ovaherero, Ovambanderu, Nama und Damara von 1904 bis 1908 unter deutscher Kolonialherrschaft findet statt am

11. August 2015, 16 Uhr

Mahnmal für die Opfer des Völkermords in Namibia

Nelson-Mandela-Park

Bremen

Herero Mahnmal

 

 

 

Foto: Jan Zier, taz, 2009

Die Schlacht am Waterberg und der Völkermord 1904-1908

Nach der Schlacht von Ohamakari (Waterberg) am 11. August 1904 befahl der Kommandeur der deutschen Schutztruppe, Generalleutnant Lothar von Trotha, die Liquidierung der Ovaherero und Ovambanderu. Im anschließenden Vernichtungsfeldzug wurden in der wasserlosen Region Omaheke rund 65 000 Menschen – Männer, Frauen und Kinder – getötet. Fast das gesamte Vieh der beiden Völker kam ebenfalls um. Nach der Eliminierung der Ovaherero und Ovambanderu forderten deutsche Siedler im damaligen Südwestafrika auch die Vernichtung der Nama, die sich ab Oktober 1904 erhoben. Die Kolonialtruppe setzte die Strategie der verbrannten Erde fort, der nun auch über 10 000 Nama und Damara zum Opfer fielen. Unzählige weitere Menschen starben in den Folgejahren an den mörderischen Lebensbedingungen in kolonialen Internierungslagern sowie an den Folgen der Zwangsarbeit.

In Erinnerung an diese Geschehnisse und zum Gedenken an die Opfer wollen wir am Mahnmal im Nelson-Mandela-Park in Bremen (vormals Gustav-Deetjen-Grünanlage) Blumen niederlegen und rufen zur Mitveranstaltung auf.

Veranstalterleiste


Lord of the Euros or Gollum?

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Der Tag, an dem die Roma Widerstand leisteten

Am 16. Mai sollten alle Rassisten sich vorsehen: es ist der Tag des Roma-Widerstandes, Roma Resistance Day.
Was geschah am 16. Mai 1944? Es war im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Dort gab es einen besonderen Abschnitt: Auschwitz-Birkenau B II e. Das „Zigeunerlager“ nannten es die Nazis.
Wie die Juden wurden auch die nach Auschwitz deportierten Sinti und Roma nicht alle gleich vergast. Die jüngsten, stärksten und gesündesten von ihnen wurden zur Seite geschickt und im Abschnitt B II e untergebracht. Auch Kinder und Frauen waren dabei, vor allem der KZ-Arzt Mengele, ein sadistischer Geisteskranker, interessierte sich für Kinder, an denen er seine widerwärtigen Experimente vornehmen konnte. Abschnitt B II e war deshalb ein gemischter Lagerbereich, ein so genanntes Familienlager. Dort wurden Männer, Frauen und Kinder zusammen gefangen gehalten. Sie wurden zur Sklavenarbeit gezwungen, gefoltert oder zu perversen, angeblich medizinischen Versuchen missbraucht. Viele von ihnen starben dabei.

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Im Mai 1944 hatte die SS vor, den Abschnitt B II e zu schließen und die dort noch lebenden Roma und Sinti in den Gaskammern von Birkenau zu ermorden. Im „Zigeunerlager“ lebten damals noch mehr als 6000 Gefangene. Am 16. Mai 1944 sollte das Lager „liquidiert“ werden, so nannten die Nazis die Schließung von Lagern und Ghettos und die Ermordung der Insassen.

Aber es gab in Auschwitz eine heimlich arbeitende Widerstandsgruppe. Sie erfuhr von den Plänen der SS und informierte am 15. Mai die Gefangenen von B II e darüber, was die Lagerleitung vorhatte. Aufgrund dieser Warnung verabredeten die Häftlinge über Nacht, sich am nächsten Tag gegen das Vorgehen der SS zu wehren. Am Morgen des 16. Mai weigerten sich alle, ihre Baracken zum Morgenappell zu verlassen. Sie missachteten die Drohungen der Wachmannschaften und gehorchten ihren Befehlen nicht mehr. Stattdessen verbarrikadierten sie sich in den Hütten. Einige waren in eine Gerätebaracke eingebrochen und hatten sich Werkzeug besorgt, das man als Waffe benutzen konnte: Hämmer, Picken und Spaten. Andere rissen die Kojen auseinander, um sich aus dem Holz Knüppel und Keulen zu machen. Viele der Kinder hatten Steine aufgesucht.

Als die SS in den Lagerabschnitt B II e vorrückte, erwartete sie ein Hagel von Steinen und anderen Gegenständen. Die Sinti und Roma weigerten sich, die schützenden Baracken zu verlassen. Sie wehrten die eindringenden Wachmannschaften ab. Einige erbeuteten Gewehre, mit denen sie auf die SS zu schießen begannen. Alle kämpften um ihr Leben und ihre Würde als Volk.
So etwas hatte es in Auschwitz bis dahin nicht gegeben. Die SS war regelrecht schockiert. Sie hatten keinen Widerstand erwartet. Die Offiziere fürchteten, der Aufstand könnte sich auf andere Teile von Auschwitz und Birkenau ausbreiten. Die SS zog sich zurück. An diesem Tag, dem Tag des Widerstandes, wurden kein Roma und kein Sinto vergast.
Die Nazis bestraften die Sinti und Roma mit dem Entzug der ohnehin kärglichen Nahrung. Am 23. Mai 1944 transportierten sie 1 500 arbeitsfähige Häftlinge ins Stammlager Auschwitz I und von dort die meisten ins KZ Buchenwald. Am 25. Mai 1944 wurden weitere 82 Roma ins KZ Flossenbürg abtransportiert, und 144 Romni ins Frauen-KZ Ravensbrück.
Weniger als 3000 Gefangene blieben im “Familienlager” B II e. Die meisten von ihnen waren Kinder. Am 2. August 1944 in der Nacht und am Morgen des 3. August wurden sie alle in der Gaskammer V von Birkenau ermordet. Diesmal war ihre Gegenwehr erfolglos, sie waren zu wenige und zu schwach. Der 2. August wird deshalb der Gedenktag des Roma-Holocaust genannt. Aber am 16. Mai gedenken wir des Roma Resistance Day, des Tages, an dem Roma und Sinti Widerstand leisteten.

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Let us remember 16 May

16 May is Romani Resistance Day. We, Rom, Sinti, Jews and Gadje/Gojim can make it a meaningful day, if we remember it together. To remember the Shoa/Porajmos may be an impulse to start a healing process leading to a society with less racism. To promote this, I am sharing the following text from Jenny Carol’s blog.

It seems that  genocide denial and racism are communicating vessels. An ethnic group whose genocide is denied continues to be targeted with racism. Conversely, the recognition of genocide can start a healing process in society that can help it overcome racism. The Romani Holocaust, called the “porajmos” (destruction) in Romanes, is a part of history that is not only forgotten today, it is even denied. It should not be.


We do not know much about this aspect of the Holocaust. Some forgotten parts of the Romani Holocaust really deserve commemoration, however. Romani people did not always play the role of passive victims during that era.
What happened on 16 May 1944? In the extermination camp of Auschwitz-Birkenau, section BIIe was called the “Gypsy Camp” (Zigeuner-Lager). Some of the Romani people transported into the hell of Auschwitz by the Nazis were not gassed immediately upon arrival, but were placed in the Zigeuner-Lager. BIIe was a “mixed” camp, which meant children, men and women were imprisoned there together. The Romani prisoners were forced into slave labor, observed and subjected to medical tests, and tortured. Auschwitz-“Doctor” Josef Mengele of the SS, a sadistic psychopath known as the “Angel of Death”, chose Romani individuals, most of them children, to subject them to perverse experiments. During the night of 2 August and the early morning of 3 August 1944, all of the remaining prisoners of the camp, without exception, were murdered in the gas chambers. Because of this well-known part of official history, 2 August is remembered as Romani Holocaust Day. But the Nazis had actually wanted to close BIIe and murder its Romani prisoners in the gas chambers earlier than that, on 16 May 1944. At the time there were more than 6 000 Romani prisoners there.

On 15 May 1944, the underground resistance movement in the camp warned the Roma of what the Nazis were planning. On the morning of 16 May, the Romani prisoners did not show up for the usual morning roll call and ceased cooperating with the SS guards. The Roma barricaded themselves into their shanties. They had broken into an equipment warehouse and armed themselves with hammers, pickaxes and shovels, taking apart the wooden sections of the bunks they slept on to make wooden stakes. The children collected rocks. When the SS guards entered the camp in the late afternoon to take the Roma to the gas chambers, they began to fight for their lives. The Roma fought to the death. Children, men, and women all fought. Auschwitz had never experienced anything like it before and would not experience it again. There were losses on both sides.


The SS were in shock because they had completely failed to anticipate this resistance. Concerned they might lose more men and that the uprising might spread to other parts of Auschwitz, they retreated from camp BIIe. No Roma died in the gas chambers that day. The Nazis subsequently put the prisoners of BIIe on a starvation diet. On 23 May 1944, they moved 1 500 of the strongest Romani prisoners to Auschwitz I, many of whom were then sent to Buchenwald concentration camp. On 25 May 1944, 82 Romani men were transported to the Flossenburg concentration camp and 144 young Romani women were sent to the Ravensbrück concentration camp. Less than 3 000 Romani prisoners remained in the family camp at BIIe, most of them children. On 2 August 1944, the Nazis gassed them all to death in gas chamber V, although the Roma fought back on that dark night as well.

You can find more information about 16 May 1944 and Romani resistance against the Holcoaust May 16 Romani Resistanceon the following websites:

http://2august.eu/the-roma-genocide/16-may-romani-resistence-day/

http://www.romareact.org/


Rien ne sera pardonné!

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Unity in Paris? Rather a lot of hypocrisy.

European media were busily denouncing the “wave of jihadist terror” that had dominated the news for several days last week. But the real wave wasn’t reported as it could have been. It is much more forceful and cruel than just the events at Paris, deplorable and disgusting as they surely were. Since December, Islamists have committed murderous atrocities on end, killing 132 schoolkids in Peshawar, 150 women in Al-Anbar, Iraq, 30 victims in Cameroon, 2000 in Baga, Nigeria, and, most recently, 20 in Gombe (using a 10-year-old child as a suicide bomber!).

Last week’s slaughter of twelve journalists was only one incident in a systematic warfare which Islamist forces are waging, not only on Europe and its culture alone, but on the followers of more moderate variants of Islam as well, not to speak of Israel and Jews in general. In fact, Jews are among the foremost victims in this warfare. When the horrific attack on Charlie Hebdo was followed by the killing of four hostages in nearby HyperCasher Market, media couldn’t ignore any longer that “now the terror has also targeted Jewish victims”. But it had done so before. The only woman who was killed among the members of the Charlie Hebdo team was Elsa Cayat, a Jewish columnist. The terrorists had spared all women present in the building except her. Later, it became known that Elsa Cayat had received telephone threats for some time before the attack, calling her “dirty Jew” and Gesang 001.jpgwarning her to “stop working for Charlie Hebdo, otherwise we’re going to kill you”.

Did journalist negligence cause media’s failure to report on these facts or a kind of hypocrisy? But if it was the latter, their attitude was topped by the participation of some of the world’s political leaders at the Paris anti-terrorism rally yesterday. It was disgusting, to say the least, to see Palestinian Authority President Mahmoud Abbas, Turkey’s Prime Minister Ahmet Davutoğlu, Russia’s Foreign Minister Lavrov and Mali’s President Keita in the front row of the memorial march, all of them representatives of countries where the freedom of the press is permanently trodden under and journalists are in constant fear of being harrassed, jailed or worse. “What a joke,” – Middle East Forum president and historian Daniel Pipes commented on Twitter. To say the least, that is.

 


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